Welches Suffix wofür?

Das richtige Suffix – SNACKABLE – häppchenweise Grafiktipps

Was um alles in der Welt sind .tif, .jpg, .png, .svg, .pdf?

Was die verschiedenen Datei-Endungen bedeuten und wie du deine Bilder richtig verwendest, das erzähle ich in dieser neuen Episode.

Die Aufzeichnung

Eine Kundin erhielt von mir ein neues Logo. In dem Päckchen, das ich ihr freudestrahlend nach der erfolgreichen Gestaltung zusandte, lagen die verschiedensten Dateien. Letztlich immer das gleiche Bild, doch mit unterschiedlichen Dateiendungen.u, meine Arbeit zu schnell fertig haben zu wollen.

Erschrocken rief sie mich an und fragte, was sie denn mit diesen vielen Bildern machen soll. Es sei doch immer das gleiche! Ähm, nö, sagte ich. Das sind fünf verschiedene Dateiformate für fünf verschiedene Anwendungen.

Ob ich ihr denn mal eine Übersicht zusenden könne. Darüber, welches wofür und so …

Mach ich!

Wozu dieser Datenkram?

Dazu möchte ich vorweg zwei verschiedene Bildformate erklären: Es geht um Rasterbilder und Vektorbilder.

Unsere digitalen Kameras erzeugen immer ein sogenanntes Pixelbild. D.h. die Bildern bestehen aus vielen vielen verschiedenen Farbpunkten (sogenannte Pixel), die in ihrer Summe ein ganzes Bild ergeben. Wenn ich ein solches Bild vergrößere, werden auch die Pixel größer und entsprechend ihrer Vergrößerung irgendwann als Raster mit bloßem Auge sichtbar. Das soll in ihrer Verwendung natürlich nicht sein, dass man Pixel sieht. Die Auflösung dieser Pixel wird von der benutzten Kamera und ihrer Einstellung bestimmt.

Nicht nur Fotos sind Raster, auch viele Bilder. Dateiendungen von Rastergrafiken sind etwa .jpg, .png, .gif und .psd.

Die Vektorbilder sind dagegen Grafiken, in denen die einzelnen Elemente in Bildbeschreibungen gespeichert sind. Also besteht z.B. ein Kreis in einer Vektorgrafik nicht aus an einem Raster ausgerichteten Bildpunkten, sondern aus Informationen. Diese Information besteht aus der Position seines Mittelpunkts, des in diesem Fall Kreisdurchmessers und seiner Farbe. Aus diesem Grund bleibt die Grafik beim vergrößern stabil und sie kann beliebig skaliert werden. Die Bildinformation ändert sich dadurch nicht. Die Ränder bleiben gestochen scharf.

Die gängigen Dateiformate für Vektorgrafiken sind .eps, .svg und .ai.

Und wofür kannst du welches Datenformat nutzen?

Nutzung auf Websites:

.svg = das so genannte Scalabe Vector Graphics Format (skalierbare Vektorgrafiken) beschreibt Bilder in einem Textformat, das auf XML basiert. Es ist für Websites geeignet und besonders klein.

.jpg = wird von den meisten digitalen Fotoapparaten erzeugt und ist das am weitesten verbreitete Format für Bilder im Internet. Die jpg-Dateien sind deutlich kleiner als vergleichbare Bildformate. jpg-Dateien können keine Transparenz-Informationen enthalten. D.h. sie haben immer einen weißen Hintergrund.

.png = Portable Network Graphics Format ist ein Bildformat, welches heute neben JPEG am häufigsten auch gerade im Internet verwendet wird. PNG komprimiert die Grafikdaten ziemlich verlustfrei. Das macht PNG ideal für den Einsatz im Internet. Allerdings werden in diesem Format lediglich 256 Farben abgebildet. Es eignet sich deshalb nicht für Fotos oder hochauflösende Bilder.

Nutzung im Druck:

.tif = ein Dateiformat zur Speicherung von Bildinformationen. TIFF unterstützt Ebenen, Mehr-Bilder Dateien, verschiedene Kompressionsarten und auch mehrere Farbräume. Durch die Unterstützung des CMYK Farbraumes eignet sich TIFF besonders für den Druck. Es ist ein Rasterformat und kann nicht enfach skaliert werden. Von Nachteil sind die enormen Dateigrößen.

Datenaustausch:

.pdf = heißt Portable Document Format, also „tragbares“ oder besser zum Austausch geeignetes Dokumentenformat. Ein PDF kann Texte, Bilder, Grafiken und auch Vektorzeichnungen oder 3D-Objekte enthalten. Der Vorteil von PDF liegt darin, dass es auf jeder Plattform Anzeigeprogramme gibt und im Normalfall das komplette Layout (Anordnung der Bilder, Schriftarten usw.) überall gleich angezeigt werden.

Spoiler für die nächste Episode

IZum 3. Mal stelle ich in einem Interview die Frage: Was findest du schön? Wen ich dazu gefragt habe, das verrate ich heute noch nicht.

Hören kannst du diese Episode übrigens auf allen gängigen Podcast-Apps.
Schau doch mal hier, da habe ich die Wichtigsten verlinkt.