The LanguageTool

The LanguageTool

Was tun gegen Schusseligkeit?

Ja was, wenn meine Ungeduld zu lauter Schusselfehlern in den schnell in die Tastatur gehauenen Texten führt? Das kann ich doch nicht in die Öffentlichkeit bringen!

Genau dafür habe ich vor einiger Zeit ein kleines Helferlein gefunden: The LanguageTool. Einfach zu installieren. Nicht nur auf dem Rechner, sondern auch im Browser und sehr hilfreich bei der Suche und natürlich Korrektur gemachter Fehler.

Wie es funktioniert und was es alles kann, das erzähle ich in dieser neuen Episode.

Die Aufzeichnung

Was ich am wenigsten an mir mag ist, dass ich ziemlich ungeduldig bin. Ja, das kann auch eine gute Eigenschaft sein. Aber manchmal verführt mich diese Ungeduld auch dazu, meine Arbeit zu schnell fertig haben zu wollen.

Daraus resultiert auch folgende Schwäche: ich schreibe zu schnell. Ich meine mit zehn Fingern auf der Tastatu. Das habe ich schon in frühester Jugend in meiner Ausbildung zur Schriftsetzerin gelernt. Auf Grund der Schnelligkeit mache ich aber so manchen Schusselfehler. Und gegen diese Schusseligkeit habe ich habe Hilfe gefunden. Großartige Hilfe!

The LanguageTool

Und heute gehe ich auf ein meine Schusselichkeitsfehler ausmerzendes Rechtschreibprüfprogramm ein: das LanguageTool. Ich habe es irgendwann zufällig im Internet gefunden (soweit Zufälle im Internet möglich sind) und war sofort verliebt. Klein, äußerst hilfreich und sehr praktisch anwendbar.

Auf der Website von LanguageTool https://languagetool.org/de/ kannst du dir nach Anmeldung das Programm kostenfrei herunterladen und auf deinem Computer installieren. Die App öffnet ein Textfeld, in welches du deinen Text via Copy-and-Paste lädst und dann werden dir die möglichen Fehler angezeigt.

Das heißt, bei der Fehlerprüfung werden dir in unterschiedlichen Farben die verschiedenen Fehlerarten angezeigt: gelb hinterlegt sind Grammatikfehler, rot hinterlegt die Rechtschreibfehler und Stilfehler sind in Blau hinterlegt. Wenn man mit der Maus auf diese Hinterlegung geht, werden die Korrekturen angezeigt. Und wenn man gerne Synonyme finden will, wegen des Stils z.B., dann wird bei Doppelklick eine Liste mit ähnlichen Wörtern aufgezeigt.

Natürlich kann es die Arbeit eines Lektors nicht ersetzen und nur begrenzt stilistische Fehler aufzeigen. Doch für mich als Schusseltante ist es extrem hilfreich. Es lässt sich auch sehr einfach in das Office-Programm deiner Wahl einbinden. Sowohl in Microsoft Word als auch OpenOffice und Google Docs. Wie, das wird alles auf der Website des LanguageTools erklärt.

Da ich häufig auch Blogbeiträge veröffentliche, gibt es noch einen weiteren Grund zum Verlieben: die Browser Firefox und Google Chrome lassen bei sich das LanguageTool als Erweiterung installieren.

Bei Firefox gehst du dafür in die –> Programmeinstellungen. Dann öffnet sich ein Browserfenster mit der Übersicht deiner Einstellungen. Dort findest du in der linken Seitenleiste ganz unten ein Puzzleteil-Icon „Erweiterungen & Themes“. Wenn du diese öffnest, kannst du in das Suchfeld rechts oben das Wort „LanguageTool“ schreiben. Du bekommst die Erweiterung angezeigt und installierst sie wie dort beschrieben. Auf gleichem Weg, also über Einstellungen und Erweiterungen funktioniert das auch mit dem Browser Google Chrome.

Und jetzt das schöne Ergebnis: Wenn ich z.B. in LinkedIn einen Beitrag schreibe, dann werden mir direkt hier im Browser meine Fehler angezeigt und ich kann sie korrigieren. Das geht schnell und ist für meine Ungeduld außerordentlich hilfreich.

Vielleicht bist du ja ähnlich ungeduldig oder einfach auch zu schnell beim Schreiben. Denn eines weiß ich aus vielen Berufsjahren als Gestalterin ganz sicher: die eigenen Schreib-Fehler sind nur sehr schwer zu finden. Dafür braucht es immer einen frischen Blick von Außen.

Kennst du dieses Programm bereits? Falls nicht, dann ist dies hier eine große Empfehlung.

Spoiler für die nächste Episode

Ich arbeite gerade an der Entwicklung eines neuen Logos für eine Kundin und zu meinen Leistungen gehört auch dazu, dass sie am Ende nicht nur super zufrieden mit dem Ergebnis ist, sondern auch über die richtigen Dateien für die verschiedenen offline und online-Anwendungen verfügt. Also .jpg, .tif, .eps, .png etc. Was diese unterscheidet und wofür du sie brauchst, das erkläre ich dann beim nächsten Mal.

Hören kannst du diese Episode übrigens auf allen gängigen Podcast-Apps.
Schau doch mal hier, da habe ich die Wichtigsten verlinkt.